Kunst, Kultur und Nachbar*innenschaft

#Kultur #Politik #Begegung


Unser Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, der nicht nur Wohnraum ist, sondern auch eine lebendige Gemeinschaft ermöglicht. Wir möchten Räume öffnen für Begegnung, Austausch und gemeinsames Gestalten – sowohl innerhalb der Gruppe als auch im nachbarschaftlichen Umfeld. Denkbar sind regelmäßige Veranstaltungen, die:

  • lokale Kulturschaffende unterstützen
  • politische Diskurse anregen
  • kreative Entfaltung ermöglichen
  • soziale Teilhabe fördern

Sozial-ökologisches Zusammendenken

#Natur #Flächenerhalt


Unser Wagenplatz soll ein Ort sein, an dem unterschiedliche Ansprüche an Raum gleichzeitig Platz finden – Wohnraum, Naturraum und sozialer Begegnungsort. Zum Beispiel:

  • keine Flächenversiegelung
  • Erhalt und Aufwertung eines Platzes, der aktuell nicht anders genutzt wird
  • Rückführung der Fläche in einen lebendigen Natur- und Wohnraum

Durch unsere mobile und flexible Lebensweise können wir ökologischer und sozialer Wohnen – statt Fläche dauerhaft zu bebauen, möchten wir sie lebendig halten.

Nachhaltigere Lebensweisen

#Nachhaltigkeit #Energiegewinnung


Wir möchten einen Alltag leben, der weniger auf Besitz und Konsum ausgerichtet ist – mit einem klaren Bewusstsein dafür, welche Ressourcen zum Leben wirklich notwendig sind.Das bedeutet für uns, zum Beispiel:

  • Verzicht auf Überflüssiges und Schnickschnack
  • gemeinschaftliche Nutzung von Räumen, Geräten und Hausrat
  • ein Raum, der konsumarm bleibt und gleichzeitig vieleInspirationen gibt
  • tägliche Auseinandersetzung mit wesentlichen Themen wie Energiegewinnung und Ressourcennutzung

Wir wollen nicht mehr nehmen als wir brauchen – und dabei gemeinsam lernen, wie ein nachhaltigerer Lebensstil konkret aussehen kann.

Solidarisches Zusammenleben

#Wohnraum #Selbstverwaltung #Diversität


Unseren zukünftigen Wagenplatz verstehen wir nicht nur als Wohnform, sondern auch als gesellschaftliches Statement und Experimentierort – für selbstverwaltete, solidarische Strukturen. Wir möchten einen machtkritischen Ort schaffen, an dem wir gemeinsam lernen, verlernen und weitermachen.In den unterschiedliche Lebensrealitäten, die wir mitbringen möchten wir uns gegenseitig unterstützen. Diversität zu ermöglichen ist für uns Anspruch und Aufgabe.

Platzsuche in der Stadt

Zwischen Hoffnung und Realität

Ein Wagenplatz entsteht nicht einfach so. Bevor irgendwo ein Rad stillsteht, ein Bauwagen steht oder Gemeinschaft gelebt werden kann, braucht es erstmal: Raum. Und den zu finden – in einer Stadt wie Freiburg – ist alles andere als einfach.

Wir, die Gruppe BeWägung e.V., sind dabei, ein neues Platzprojekt zu gründen. Neben vielen Gesprächen über Lebensentwürfe, Machtverhältnisse und Alltagstauglichkeit gehört vor allem eins dazu: die konkrete Suche nach einem Platz. Klingt erstmal simpel – ist es aber nicht.

Was wir suchen – und was uns begegnet

Klar geht es um Basics: Wie groß muss die Fläche sein? Wo liegt sie? Wie ist die Anbindung? Gibt’s Wasser? Aber unterwegs merken wir: Das reicht längst nicht aus.
Wir fahren durch die Stadt und halten Ausschau nach Brachen, leerstehenden Gärtnereien, Schotterplätzen. Irgendwann entwickelt sich ein Blick dafür. Doch der Blick allein reicht nicht.

Dann beginnt die Recherche: Wem gehört das Grundstück? Privatperson? Stadt? Gibt es Bebauungspläne? Liegt das Gebiet in einem Schutzraum? Ist es eine Ausgleichsfläche für versiegelte Natur anderswo?

Manche Flächen wirken auf den ersten Blick ideal – bis wir erfahren, dass sie mit Asbest belastet sind. Oder der Boden ist schadstoffbelastet. Oder die Fläche liegt in der letzten Ecke zwischen zwei Autobahnzubringern. Nicht gerade die besten Bedingungen, wenn man mit Kindern lebt.

Zwischennutzung – wie viel Energie lohnt sich?

Auch die Frage der Dauer ist nicht ohne: Wollen wir viel Arbeit in einen Platz stecken, den wir vielleicht in fünf Jahren wieder verlassen müssen? Wie viel ist machbar, wie viel ist zumutbar?

Was uns dabei begleitet: ein ständiges Hin und Her zwischen spielerischer Hoffnung und wachsendem Frust. Zwischen dem Wunsch, endlich anzukommen, und der Realität von Flächenpolitik, Unsicherheit und vielen offenen Fragen.

Wir bleiben dran – und freuen uns über Tipps

Wir klappern weiter Grundstücke ab, führen Gespräche mit Eigentümer*innen, Ämtern und Menschen vor Ort. Und langsam – Stück für Stück – verstehen wir besser, wie Raum in Freiburg funktioniert. Wer ihn hat. Wer ihn braucht. Wer ihn nutzen darf.

Wenn ihr Tipps habt, Ideen, Kontakte oder Hinweise auf nutzbare Flächen – meldet euch gerne bei uns. Jeder Hinweis zählt.

Denn selbstverwaltetes Wohnen braucht mehr als nur gute Ideen – es braucht Raum

Wer wir sind

Wir sind eine Gruppe von Menschen, die in Freiburg einen neuen Wagenplatz gründen möchten. Alle von uns haben sich bewusst für das Leben auf einem Wagenplatz entschieden – aus dem Wunsch nach mehr Selbstbestimmung, Solidarität und einem nachhaltigen Lebensstil. Uns verbindet die Idee, Wohnraum neu zu denken: als Ort der Gemeinschaft, des verantwortungsvollen Miteinanders und der Flexibilität, das eigene Leben unabhängig von starren Wohnstrukturen zu gestalten.

Unser Ziel ist es, einen wertvollen Ort zu schaffen, der nicht nur Wohnraum bietet, sondern auch eine lebendige Gemeinschaft fördert. Konkret soll das bedeuten, Möglichkeiten für Begegnung und Austausch zu schaffen und aktiv in der Nachbar*innenschaft mitzuwirken.